„Warum eigentlich nicht?“

Weltreise-Info.de ist eine großartige Seite mit vielen hilfreichen Tipps zu Langzeitreisen. Ich werde die einzelnen Kapitel durchgehen und dadurch meine groben Vorstellungen immer konkreter werden lassen.

Viele Menschen träumen davon, eine Weltreise zu machen. Aber für die meisten bleibt es immer ein Traum, weil sie sich die falschen Fragen stellen. Sie haben Bedenken, ob sie das überhaupt schaffen, haben zu viele Verpflichtungen, Angst vor dem Karriereknick oder glauben, dass sie sich so etwas nie leisten können. Und dann gibt es die anderen, die sich irgendwann die richtige Frage stellen: „Warum eigentlich nicht?“

Kapitel 1: Die Idee

  • Warum eigentlich?
    • Andere Kulturen kennenlernen
    • Längere Zeit minimalistisch aus dem Rucksack leben
    • Kommunizieren üben 😉
    • Verschiedenste Geschichten erleben
    • Mein Japanisch alltagstauglich machen
  • Mit wem? Alleine. Es sei denn, es ergibt sich unerwarteterweise etwas anderes.
  • Wie lange? Etwa ein Jahr. Mein Job (Softwareentwicklung) wird vor der Reise gekündigt, allerdings mit dem wünschenswerten Ziel danach wieder einzusteigen. Bin mal gespannt wie begeistert die sein werden…

Kapitel 2: Der Plan

  • Route
    • Feste Eckpfeiler:
      • Russland/Sibirien: Moskau, Transsibirische Eisenbahn.
        Visum nötig. Touristenvisum gibt es bis zu einen Monat. Wenn ich mir eine Sprachschule suche greift wahrscheinlich das Studienvisum, maximal 90 Tage. Nach der Sprachschule würde ich dann höchstwahrscheinlich ein Touristenvisum (max. ein Monat) für die Transsib brauchen. Für die Rückreise nach Russland wegen der Weiterreise nach Japan reicht eventuell ein Transitvisum. Wofür dann allerdings ein Visum für Japan nötig wäre. Heieiei. Die Transsib hilft.
      • Mongolei (schwierig: Sprache): 10.-13. Juli эрийн гурван наадам in Улаанбаатар.
        Visum nötig. Ein Monat geht problemlos, man kann es vor Ort (EIN mal) einen Monat verlängern lassen. Insgesamt darf man innerhalb eines Jahres maximal 90 Tage in der Mongolei sein. Österreicher müsste man sein
      • Japan (eher schwierig: Sprache, sehr teuer): 北海道 (Hokkaidô), 大阪 (Ôsaka).
        Bis zu 90 Tage Aufenthalt ist kein Visum nötig. Es gibt ein Working Holiday Visum, wobei als Zeitraum nur „längerer Ferienaufenthalt“ steht. Maximalalter 30 Jahre, kann man nur ein mal beantragen. Wenn das keine 6 Monate hält, muss ich mir ansehen, wie das mit der „APPLICATION FOR EXTENSION OF PERIOD OF STAY“ funktioniert, aber ich denke das Working Holiday Visum ist das richtige für mich. [EDIT: Laut auslandsjob.de darf man mit dem Working-Holiday-Visum ein volles Jahr bleiben. Perfekt.]
    • Klima und Jahreszeiten
      Sibirien ist kalt. Da sollte ich nicht im Winter rumgurken. Wichtige Erkenntnis.
      Ich rechne mit einer Einreise in die Mongolei um den 1. Juli, um pünktlich und mit Puffer zum Naadam in Ulan-Bator zu sein. Zwei Monate Aufenthalt mit verlängertem Visum ergibt eine Ausreise Ende August. Im September werde ich Hokkaidô erreichen. Da lässt sich der Winter schon aushalten. Anfang Dezember werde ich aber spätestens weiter gen Süden abhauen, ich werde nicht mehr als die Hälfte der Zeit in Hokkaidô verbringen. Winter und Frühling wäre ich also im wärmeren Süden, und bevor es richtig heiß wird fliege ich heim. Leider wird sich das mit dem Kirschblütenfest visumtechnisch wahrscheinlich nicht ausgehen…
      Vor der Mongolei kommt der kälteste Teil der Reise. Aber das sollte kein Problem werden. Selbst wenn es möglich ist, ein Studienvisum für die vollen 3 Monate UND gleich im Anschluss ohne Ausreise ein 1 Monat Touristenvisum für die Transsib zu kriegen, würde ich frühestens am 1. März in Rußland einreisen. Ist noch ungünstig und schweinekalt, aber es wird sich aushalten lassen. Die erste Zeit wäre ich ja in der beheizten Sprachschule, wenn ich die denn mache. Ansonsten kann ich frühestens am 1. Juni einreisen, und das ist ja wohl warm genug.
  • Noch zu klären
    • Transit / Zwischenstopps auf dem Weg nach Moskau
    • Fähre von Wladiwostok nach Hokkaidô
  • Budget
    In Sachen einmalige Kosten wäre also die erste grobe Schätzung der minimalen Einmalausgaben… rund 2500 Euronen. Und da fehlt noch so einiges. Von den laufenden Kosten mal ganz zu schweigen.

So viel zur ersten Grobplanung. Wie man sieht ist noch sehr viel offen. Visa, Sprachschule in Moskau ja/nein, was tun auf dem Weg nach Moskau, Verbindungsfähre Rußland-Hokkaidô, was tun in Japan, Rückflug (nochmal mindestens 500-1000 Euro), Ausrüstung, …
Da kommt noch einiges auf mich zu.

Wir fassen zusammen:
Um eine sinnvolle Kostenkalkulation zu machen, muss die Routenplanung noch sehr viel konkreter werden. Ich werde trotzdem weiterhin alle absehbaren Kosten für den bereits (teilweise) geplanten Teil der Reise zusammenschreiben. So besteht weniger Gefahr, dass ich am Ende bei der großen Kostenrechnung 100000 Sachen vergesse.

Grob über den Daumen gepeilt würde ich vorerst von 20 000 Euro ausgehen, weil ich ja doch ein halbes Jahr im sehr teuren Japan unterwegs sein will. Wenn ich monatlich 500 Euro zurücklege, dann könnte ich in 3 1/3 Jahren losfahren. Frühling 2016, ich komme! 😀

[PS: Eine erste Streckenlängenschätzung ergibt ca 13 000 km von Salzburg nach Wladiwostok (inklusive Mongolei-Abstecher von Irkutsk nach Ulan-Bator und wieder zurück), mindestens 700 km nach Hokkaidô und ca 3000 km innerhalb Japans. Zusammen mit den um die 9000 km Rückflug wären wir bei 25 700 km Reisestrecke. Das ist etwa der Erdumfang bei 50° Breite, also auf Höhe von Deutschland. Schon irgendwie Wahnsinn.]

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